Scheckübergabe mit Pressefoto: Ablauf, Scheckgröße und Fototipps
Nach der Scheckübergabe bleibt ein Foto. Es erscheint in der Lokalzeitung, im Newsletter, auf Instagram und LinkedIn. Deshalb planen Sie die Übergabe vom Foto her: Wer steht wo, wie groß ist der Scheck, woher kommt das Licht.
Die Kurzfassung: Der Betrag ist die Nachricht. Er muss auf dem kleinsten Bild noch lesbar sein. Bei zwei bis vier Personen gelingt das mit einem Scheck ab 60 × 35 cm, bei größeren Gruppen braucht es 90 × 60 cm oder mehr.
Warum der Scheck für die Presse groß sein muss
Ein Übergabefoto wird fast nie groß gezeigt. Lokalzeitungen drucken es häufig ein- oder zweispaltig, also rund 4,5 bis 9,5 cm breit. Im Social-Media-Feed auf dem Handy ist es rund 400 Pixel breit. Auf diesem kleinen Bild muss der Betrag noch lesbar sein, sonst sieht der Leser nur eine Gruppe von Menschen mit einem weißen Rechteck.
Wie klein es wird, hängt von der Gruppe ab: Je mehr Menschen aufs Bild sollen, desto weiter geht der Fotograf zurück, desto kleiner wird alles im Bild, auch der Scheck.
So hoch müssen die Ziffern des Betrags auf dem Scheck mindestens sein:
| Personen im Bild | Zeitung, zweispaltig | Website | Handy-Feed |
|---|---|---|---|
| 2 | 2,5 cm | 1,5 cm | 3 cm |
| 4 | 4 cm | 2,5 cm | 5 cm |
| 8 | 7,5 cm | 4,5 cm | 9 cm |
So haben wir gerechnet: pro Person rund 50 cm Bildbreite plus 50 cm Rand, also 1,5 m Bildbreite bei zwei Personen und 4,5 m bei acht. Gut lesbar gilt im Druck ab 1,5 mm Ziffernhöhe, das entspricht etwa einer 6-Punkt-Schrift, am Bildschirm ab 8 Pixeln. Website heißt: Foto 800 Pixel breit.
Die Tabelle zeigt, worauf es ankommt: Mit jeder Person mehr im Bild muss der Betrag größer werden. Ein Betrag, der am Tisch riesig wirkt, schrumpft auf dem Gruppenfoto zu einer grauen Zeile.
Welche Scheckgröße für welche Gruppe?
Nimmt der Betrag etwa ein Siebtel der Scheckhöhe ein, sind die Ziffern auf 60 × 35 cm rund 5 cm hoch, auf 90 × 60 cm rund 9 cm und auf 120 × 70 cm rund 10 cm. Daraus ergibt sich:
| Format | Ziffernhöhe | Reicht für |
|---|---|---|
| 60 × 35 cm | ca. 5 cm | 2 bis 4 Personen, auch im Handy-Feed |
| 90 × 60 cm | ca. 9 cm | bis 8 Personen |
| 120 × 70 cm | ca. 10 cm | Bühne, große Gruppen, Fotos aus der Entfernung |
Ein großer Scheck bringt noch mehr als Lesbarkeit:
- Er füllt die Lücke. Zwischen Spender und Empfänger entsteht sonst leerer Raum. Der Scheck verbindet beide im Bild.
- Er erzählt die Geschichte ohne Bildunterschrift. Wer durch den Feed scrollt, liest keine Unterzeile. Er sieht Betrag und Logo, oder er sieht nichts.
- Er zeigt das Logo des Spenders. Für Unternehmen und Stiftungen ist das oft der Grund für den Fototermin.
- Er ist auch für das Handyfoto groß genug. Nicht jeder Termin hat einen Pressefotografen. Oft fotografiert jemand aus dem Verein. Ein großer Scheck verzeiht einen etwas zu großen Abstand.
Welche Formate es gibt und welches ins Auto passt, lesen Sie unter Formate.
Das Übergabefoto: Aufstellung, Licht, Perspektive
Aufstellung
- Spender und Empfänger halten den Scheck gemeinsam, jeweils mit der äußeren Hand an der Ecke. Die inneren Hände bleiben frei oder liegen locker am Scheckrand.
- Keine Finger über dem Betrag. Vor dem Auslösen kurz prüfen.
- Weitere Personen stehen links und rechts daneben, nicht dahinter. Wer hinter dem Scheck steht, verschwindet.
- Eng zusammenstehen. Jeder Zentimeter Lücke macht das Bild breiter und den Scheck kleiner.
Licht
- Das Licht kommt von vorn oder schräg von vorn, nie von hinten. Ein Fenster im Rücken der Gruppe macht Gesichter dunkel.
- Draußen ist leichter Schatten besser als pralle Mittagssonne.
- Laminierte, abwischbare Schecks können im Blitz spiegeln. Den Scheck dann leicht schräg halten oder den Blitz abschalten.
Perspektive
- Auf Brusthöhe fotografieren, gerade von vorn.
- Einen Schritt zurückgehen und leicht heranzoomen, am Handy etwa auf 2-fach. Das Weitwinkel direkt vor der Gruppe verzerrt den Rand, und der Scheck wirkt schief.
- Querformat für Zeitung und Website, zusätzlich Hochformat für Instagram und Stories.
Varianten
- Mehrere Bilder machen: ernst und lachend, mit Blick in die Kamera und im Gespräch. Redaktionen nehmen gern das Bild mit Leben.
- Ein kurzes Video von zehn Sekunden, in dem der Scheck übergeben wird, liefert zusätzlich Material für Reels und Stories.
Nach dem Foto: an die Redaktion
- Originaldatei schicken, mindestens 3.000 Pixel an der langen Seite. Kein Screenshot aus einem Messenger, der Dienst verkleinert das Bild.
- Bildunterschrift mit allen Personen von links nach rechts, jeweils Name und Funktion.
- Fotografen nennen, etwa „Foto: Förderverein Musterstadt”.
- Einverständnis klären: Alle Abgebildeten sollten mit der Veröffentlichung einverstanden sein, bei Kindern die Eltern.
- Noch am selben Tag versenden. Für die Lokalredaktion zählt Aktualität.
Wie die Pressemitteilung dazu aufgebaut ist, lesen Sie unter Pressemitteilung zur Spendenübergabe.
Der Ablauf in fünf Schritten
- Termin und Ort festlegen. Am stärksten wirkt die Übergabe dort, wo die Spende ankommt: im Vereinsheim, an der Schule, im Hospiz. Der Ort erzählt die Geschichte mit.
- Teilnehmer klären. Je Seite ein bis zwei Personen an den Scheck, alle weiteren daneben. Klären Sie vorab, wer spricht und wer unterschreibt.
- Scheck vorbereiten. Betrag in Ziffern und Worten, Empfänger, Datum. Bei einem gedruckten Scheck ist das schon erledigt. Zur Sicherheit einen breiten Stift einpacken: Whiteboard-Marker für den laminierten Scheck, Filzstift für Papier.
- Foto machen. Wie oben beschrieben. Das Foto ist der eigentliche Ertrag des Termins.
- Nachbereiten. Foto und Pressemitteilung noch am selben Tag versenden, Social-Media-Post mit Verlinkung des Empfängers einplanen.
Checkliste für den Termin
- Gedruckter Scheck im passenden Format (oder die kostenlose Vorlage auf festem Papier für kleine Termine)
- Breiter Whiteboard-Marker (laminierter Scheck) oder Filzstift (Papier), plus Ersatzstift
- Fotograf oder jemand mit einem aktuellen Smartphone
- Namen und Funktionen aller Beteiligten notiert, für die Bildunterschrift
- Einverständnis der Abgebildeten geklärt
- Pressemitteilung vorbereitet, Verteiler der Lokalredaktionen zur Hand
Sie haben den Termin schon im Kalender, aber noch keinen Scheck? Gestalten Sie ihn im Konfigurator und nennen Sie Ihren Wunschtermin. Sie erfahren verbindlich, ob er machbar ist.
Häufige Fragen
Wie groß sollte der Scheck für ein Pressefoto sein?
Bei zwei bis vier Personen reichen 60 × 35 cm, bis etwa acht Personen 90 × 60 cm, auf der Bühne oder bei größeren Gruppen 120 × 70 cm. Voraussetzung ist ein großer Betrag: Die Ziffern sollten etwa ein Siebtel der Scheckhöhe einnehmen, dann bleiben sie auch im zweispaltigen Zeitungsfoto lesbar.
Warum braucht man für die Presse einen großen Scheck?
Weil Zeitungen Übergabefotos oft nur 9 cm breit drucken und Social-Media-Feeds sie auf dem Handy rund 400 Pixel breit zeigen. Bei vier Personen im Bild müssen die Ziffern des Betrags dafür auf dem Scheck gut 4 cm hoch sein. Das geht nur mit einem Scheck ab etwa 60 × 35 cm.
Wer steht bei der Scheckübergabe wo?
Spender und Empfänger halten den Scheck gemeinsam, jeweils mit der äußeren Hand an der Ecke. So bleibt der Scheck flach und lesbar, und beide Gesichter sind frei. Weitere Personen stehen links und rechts daneben, nicht dahinter.
Welche Auflösung braucht die Redaktion für das Übergabefoto?
Schicken Sie das Originalfoto mit mindestens 3.000 Pixeln an der langen Seite, nicht den Screenshot aus einem Messenger. Das liefert jedes aktuelle Smartphone. Dazu eine Bildunterschrift, die alle Personen von links nach rechts mit Funktion nennt.
Was gehört in die Pressemitteilung zur Scheckübergabe?
Betrag, Spender, Empfänger, Zweck der Spende und ein Zitat pro Seite. Dazu das Übergabefoto in hoher Auflösung mit Bildunterschrift.
Im Konfigurator gestalten Sie Ihren Scheck mit Logo, Betrag und Empfänger und sehen ihn sofort in 3D. Danach erhalten Sie ein unverbindliches Angebot.